Australien könnte Gebärmutterhalskrebs in zehn Jahren ausrotten
Gebärmutterhalskrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen, wobei 99 Prozent der Fälle durch hochriskante humane Papillomaviren (HPV) verursacht werden. Australien führte 2006 weltweit den ersten Impfstoff ein. Das Land finanziert als erstes ein vollständiges HPV-Impfprogramm: Seit 2007 können Mädchen und junge Frauen unter 26 Jahren kostenlos geimpft werden, seit 2013 auch Jungen und junge Männer.
Da der Impfstoff zudem vor Rachen-, Genital- und Anal Krebs schützt, profitieren beide Geschlechter. Australien könnte die Krankheit in zehn Jahren besiegen. Doch die Impfraten sanken infolge der Corona-Pandemie weltweit; so fiel die Rate bei 15-jährigen Mädchen von 86,6 Prozent im Jahr 2020 auf 78,7 Prozent.